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Indien:

Die IH-Patenschaftsprojekte in Indien werden in Zusammenarbeit mit zwei lokalen Selbsthilfe-organisationen, Amar Jyoti und Akshay Pratishthan, durchgeführt. Unterstützt werden knapp 300 Kinder in drei Projekten. Die Zusammenarbeit des Internationalen Hilfsfonds mit den beiden Organisationen begann im Jahr 1994.


Die Amar Jyoti Projekte in NeuDelhi und in Gwalior

Gegründet wurde die Organisation Amar Jyoti von Frau Dr. Uma Tuli, die sich mit großem Engagement für die Integration behinderter Kinder einsetzt und dies auch zum Leitfaden ihrer Arbeit macht. So werden in beiden Amar Jyoti Einrichtungen behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam aufgezogen, vom Kindergarten bis zum Schulabschluß.

Angegliedert an die Schule sind eine Krankenstation, in der indische Ärzte ehrenamtlich operieren, betreuen und beraten und Werkstätten, in denen Stützen und Prothesen hergestellt werden. Zahlreiche Therapeuten helfen den Kindern, mit ihrer Behinderung bestmöglich umzugehen.

Ob behindert oder nicht, alle Kinder, die im Amar Jyoti Projekt in Neu-Delhi betreut werden, kommen aus den dortigen Slums. Mit speziellen Kleinbussen werden die behinderten Kinder morgens von Zuhause abgeholt und abends wieder zurückgebracht. Der Lehrplan umfaßt die üblichen Unterrichtsfächer und bietet zusätzlich noch eine praxisbezogene Ausbildung, die den Schülern nach Abschluß ein Auskommen ermöglichen soll. Gelehrt werden u.a. Schneidern, Sieb- und Stoffdruck, Schreinern, Schuhmacherei und der Umgang mit Computern.

Die Amar Jyoti Einrichtung in Gwalior, eine Kleinstadt im Bundesstaat Madhya Pradesh, etwa 300 km südlich von NeuDelhi, arbeitet nach dem gleichen Prinzip, nur in kleinerem Rahmen.

In der Amar Jyoti Einrichtung in Neu-Delhi unterstützt der IH ca. 120 Kinder im Rahmen des Patenschaftsprogrammes, in Gwalior etwa 80. Die Patenschaftsmittel werden verwendet, um Kleidung und Schulmaterial zu kaufen, Prothesen und Stützen anzufertigen, um Therapeuten und Lehrkäfte zu bezahlen und um den Transport der behinderten Kinder zu organisieren.

   

Das Projekt von Akshay Pratishthan in Chirawa

Die Leiterin von Akshay Pratishthan, Frau Aruna Dalmia, hat das gleiche Konzept wie Frau Dr. Tuli. Auch bei ihr liegt die Zielsetzung auf der Integration behinderter Kinder und der Gewährleistung einer guten, praxisbezogenen Ausbildung. Standort ihrer Einrichtung ist die Kleinstadt Chirawa im Bundesstaat Rajasthan, der zu den ärmsten Indiens zählt. Alle siebzig Kinder, die Akshay aufnehmen kann, werden im Rahmen des IH-Patenschafts-programmes betreut. Die Patenschaftsmittel werden - wie auch in Amar Jyoti - eingesetzt, um die Kinder zu kleiden, sie tagsüber gesund zu ernähren, um Lehrer und Therapeuten zu bezahlen, um Prothesen und sonstige Hilfsmittel anzuschaffen und um den Transport der behinderten Kinder zu organisieren.


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