INHALT
Nr. 3 März 2017






EDITORIAL
„America First”:
Präsident Trump
zwingt Europa dazu,
sich zu emanzipieren!

IH-Patenschafts- und Schulförderungsprojekt ZIMBABWE:
Für die Kinder in den ruralen Gebieten eröffnet Schulbildung einen Ausweg aus der Misere!
PHILIPPINEN
Wie das IH-Hilfsprojekt
dem Patenkind Deniella
zugutekommt



„America first”: Präsident Trump zwingt Europa dazu, sich zu emanzipieren!

Liebe IH-Freunde, 

bereits im Wahlkampf war sein Leitsatz „America first!“ immer wieder zu hören. Als der neu ins Amt eingeführte Präsident D. Trump selbigen dann wiederholte, wurde er von den Medien erstaunlicherweise als große Neuigkeit propagiert. Ein Rückblick auf die Ära seines Amtsvorgängers B. Obama läßt den Betrachter unschwer erkennen, daß sich die USA stets als Führungsmacht der Welt sahen und sich auch dementsprechend gebärdeten. Insofern wandelt der neue Präsident in den Spuren des alten, der insbesondere den Europäern gegenüber nie den geringsten Zweifel daran ließ, wer in der Außen- und Militärpolitik das Sagen hatte.

Mit welcher Rücksichtslosigkeit die USA ihren Führungsanspruch geltend machte, mußten die befreundeten NATOPartner- Staaten Frankreich und Deutschland auf äußerst befremdliche Weise erfahren, als der US-Geheimdienst NSA mit Hilfe Großbritanniens nicht nur ihre höchst sensiblen Daten aus der Industrie, bis hin zu Patenten, abgriff, sondern sogar deren Bevölkerung systematisch ausspionierte. Als Kanzlerin A. Merkel dazu anmerkte: „Spionieren unter Freunden, das geht gar nicht“, wurde sie umgehend nach Washington zitiert und hatte kleinlaut anzuerkennen, nach wessen Spielregeln die atlantische Freundschaft ausgerichtet war.

Spätestens danach wurde es der EU-Führungsriege bewußt, daß der von ihr mit soviel Vorschußlorbeeren schon bei seiner Amtseinführung bedachte erste schwarze Präsident der USA ein knallharter Machtpolitiker war und die Interessen der USA rigoros durchsetzte. Daran änderte auch der ihm vorschnell zugesprochene Friedensnobelpreis nicht das Geringste – ganz im Gegenteil: Der Afghanistan-Konflikt wurde – im Gegensatz zu Obamas hehren Ankündigungen – intensiviert, und die NATO-Mitgliedsstaaten hatten sich widerspruchslos in ihr Los zu fügen – und auch hier war es wiederum die BRD, die dazu verurteilt war, auf weitere Jahre hinaus mit einem Kontingent der Bundeswehr auszuharren, wohingegen die Holländer, Franzosen, etc. ihre Soldaten längst abgezogen hatten den Deutschen blieb das fragwürdige Privileg, nun sogar im Irak militärisch präsent zu sein, um an einem weiteren US-Kriegsschauplatz ihre Bündnistreue unter Beweis zu stellen.

In den USA hat man sich, wie auch in Europa, inzwischen daran gewöhnt, daß ihre Regenten Militäreinsätze fern der Heimat beschließen, ohne die eigene Bevölkerung zu fragen, ob sie damit einverstanden ist. Dieses eigenmächtige Agieren der Machthabenden hat zu einer merklichen Entfremdung zwischen Staatsführung und dem jeweiligen Staatsvolk geführt, woraus sich die Unzufriedenheit breiter Gesellschaftsschichten in den USA und in Europa gleichermaßen erklärt.

Der von allen Seiten heftig kritisierte Neu-Präsident Trump hat in den USA eine gespaltene Gesellschaft vorgefunden, in der mehr und mehr Konflikte aufbrechen, welche unter der Herrschaft von Alt-Präsident Obama bereits gefährlich schwelten. Warum letzterer nach wie vor von den internationalen Meinungsmachern mit Lobesarien überhäuft wird, ist geradezu verwunderlich, wenn man sich vor Augen führt – um dazu ein eklatantes Beispiel zu nennen – daß allein im Jahre 2016 mehr als 300 schwarze US-Bürger von den Ordnungskräften erschossen wurden. Kommt eine solch erschütternde Bilanz nicht einer Bankrotterklärung gleich für einen Präsidenten, der bei seinem Amtsantritt die demokratischen Grundrechte und die humanen Prinzipien eines friedlichen Miteinanders in den Vordergrund stellte?

Dazu sollten vor allem die Prioritäten und Zielsetzungen der Regierung Obama in den Fokus gestellt werden: Anstelle sich der stark notleidenden Infrastruktur zuzuwenden, zog man es vor, das Heil in fragwürdige Militär-Abenteuern im fernen Afghanistan, im Irak, in Syrien, in Libyen, im Jemen, sowie in Nahost zu suchen, die – und das war voraussehbar – nur im Fiasko enden konnten.

Wenn nun sogar eine Erhöhung des Militärhaushalts um 54 Milliarden Dollar im Raum steht und auf einmal Militäreinsätze gegen “ISIS“ im Irak und Syrien geplant sind, dann schwenkt der neue Präsident auf dieselbe Linie ein, wie der alte vor ihm, dessen Kriegsaktionen verheerende Auswirkungen haben, was an den Flüchtlingsströmen aus diesen Kriegsgebieten in Europa erkennbar ist.

Präsident Trump hat sich unmißverständlich gegen die Aufnahme von Immigranten aus den Kriegsgebieten anderer Kontinente, inklusive seiner amerikanischen Nachbarn, ausgesprochen. Er folgt dabei einer ganz anderen Ausrichtung als z.B. Kanzlerin A. Merkel, die sich gegen die Warnungen aus den USA stellt, wo man Europas allzu großzügige Einwanderungspolitik kritisiert, zumal sie den alten Kontinent destabilisieren könnte.

Wie hart die gegensätzlichen Auffassungen aufeinanderprallen, war schon zu Beginn des letzten Jahres in der New York Times zu lesen, die eindringlich davor warnte, daß sich Deutschland nicht durch einen hemmungslosen Humanismus in der Gegenwart von den Sünden der Vergangenheit freikaufen könne. Die „wohlmeinende Torheit der Frau Merkel,“ (New York Times) hat Europa tief gespalten.

Präsident Trump mahnt die EU-Staatengemeinschaft an, sich endlich zu emanzipieren: Künftig wird es nicht mehr genügen, daß sich die Außenpolitik der EU darin erschöpft, in vorauseilender Unterwürfigkeit dem großen Bruder jenseits des Atlantiks zu unterwerfen: Mehr Eigenverantwortung tut Not!.

Ihr

Prof. Dr. K.H. Koch
Vorsitzender Internationaler Hilfsfonds e.V.


IH-Projektleiterin Ezelle Schimper berichtet aus der Region Chikombedzi im Süden Zimbabwes:
Die Geschichte des Patenkindes Nyasha Ndlovu

Auch dieses Photo dokumentiert, wie angetan
die Lehrerin Timire davon ist, mit welch positiver
Einstellung Nyasha und ihre Freundinnen sich
dem Unterricht widmen.
Nyasha, empfindet ihre Arbeit nicht als lästige
Pflicht, sondern erfüllt ihre täglichen Aufgaben
mit bereitwilliger Hingabe.
Die regelmäßigen Berichte aus dem IH-Patenschaftsprojekt sollen dazu beitragen, Ihnen, werte IH-Gönner, ein Bild über unsere Arbeit in der Region Chikombedzi zu vermitteln. Gleichzeitig gewinnen die Förderer des Internationalen Hilfsfonds dabei einen Eindruck davon, wie wichtig die Schulförderung im Rahmen dieses Hilfsprojekts ist. Wie bedeutsam sich diese Hilfe ausnimmt, kommt im Bericht zum Ausdruck, den uns IH-Mitarbeiterin Frau Schimper übermittelt hat, aus dem wir folgende Auszüge wiedergeben:

Nyasha – auf Deutsch: „Grazie“ – zeigt uns, daß
Mais zu den täglichen Grundnahrungsmitteln in
der Region Chikombedzi gehört.
NYASHAS FAMILIENHINTERGRUND

Nyasha Ndlovo ist 12 Jahre alt und lebt in einem Dorf namens „Village 12“, das ungefähr zwei Kilometer von der Lirhanzo Missions-Schule entfernt liegt, wo sie die 4. Klasse besucht.

Nyashas Eltern lebten getrennt, und ihr Vater verstarb früh. Ihre mittellose Mutter war gezwungen, in eine abgelegene Gemeinde auf dem Lande auszuweichen, da die Armut ihr keine andere Wahl ließ. Diese betrüblichen Umstände führten schließlich dazu, daß Nyasha von ihrer Tante Sarah und ihrem Onkel William, die selbst keine Kinder haben, aufgenommen wurde. Auch Eunice Chauke, ein Neffe aus der näheren Verwandtschaft, hat bei Nyashas Pflegeeltern Unterschlupf gefunden. Da er gleichaltrig ist, besucht er mit Nyasha dieselbe Klasse in der Lirhanzo-Missionsschule. Beide Kinder fühlen sich sehr gut aufgehoben und sind glücklich darüber, daß sich ihre Tante Sarah und ihr Onkel William liebevoll um sie kümmern.

Dies ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, da sie sich mit Gelegenheitsarbeiten durchschlagen müssen, welche bekanntlich alles andere als gut entlohnt werden. Ohne das Stück Land, das sie am 4 km entfernten Flußlauf bewirtschaften, könnten sie wohl kaum überleben. Aber so haben sie die Möglichkeit, Mais und Gemüse anzubauen, welche dann auf dem Markt verkauft werden und dazu beitragen, auf diese Weise zumindest ein kärgliches Einkommen zu sichern. Trotz ihrer ständig präsenten Armut achten Sarah und William sehr auf Sauberkeit in ihrem bescheidenen Heim, um für möglichst angenehme Wohnverhältnisse zu sorgen. Nyasha wohnt hier nun schon seit vier Jahren und fühlt sich sehr wohl und geborgen.

NYASHAS TAGESVERLAUF

Nyasha muß zeitig aufstehen, bevor sie sich auf den Schulweg begeben kann. Zusammen mit Eunice holt sie in aller Frühe Wasser vom Dorfbrunnen, damit man der täglichen Hygiene entsprechen kann. Aber auch der Bedarf des Haushalts muß gedeckt werden. Danach widmen sie sich schließlich dem Frühstück, das täglich aus Reis besteht, bevor sich beide Kinder auf den 2 km langen Schulweg begeben.

Zu den täglichen Pflichten Nyashas gehört nicht nur die Reinigung vor dem Haus, ...
… sondern auch die Versorgung mit frischem Trinkwasser, das vom Dorfbrunnen herbeigeschafft
werden muß.
Nyasha ist eine sehr gute Schülerin und erfährt deshalb von ihrer Lehrerin Timire verdientermaßen
große Wertschätzung!
Nyashas Freude ist groß, wenn sie von ihren fleißigen Hühnern Eier einsammeln kann.
Nyasha und Eunice nehmen ihren Schulbesuch sehr ernst, was dadurch zum Ausdruck kommt, daß sie so zeitig von zu Hause weggehen, um jeden Morgen schon gegen 7.15 Uhr – also schon vor Schulbeginn! – in Lirhanzo ankommen.

Miss Timire, ihre Klassenlehrerin, ist mit Nyashas schulischen Leistungen sehr zufrieden und lobt sie als eine gute und lernfreudige Schülerin. Als ihr Lieblingsfach, dem sie sich mit großem Eifer verschrieben hat, bezeichnet sie Englisch. Die guten Noten, die sie erzielt, geben ihr Zuversicht und erfüllen sie mit Stolz.

In der Mittagspause teilt sich Nyasha mit Eunice das von zuhause mitgebrachte Essen. Gut gestärkt nimmt sie am Nachmittag am Schulsport teil. Dem Sport widmet sie sich mit großer Hingabe, wobei ihre große Vorliebe bei den Laufdisziplinen liegt. Für Netzball – eine Variante des Volleyballs – begeistert sie sich mit viel Engagement, sodaß sie inzwischen sogar dem Schulteam angehört, wenn jedes Jahr in der Winter-Saison die Schulturniere ausgetragen werden.

Gegen 16.30 Uhr kommt Nyasha von der Schule nach Hause, wo sie ihren Teil der täglich anfallenden Hausarbeit bereitwillig erledigt. Dazu gehört vor allem der Abwasch; aber darüberhinaus natürlich auch die Zubereitung des Abendessens, das zumeist aus Sadza, Sorghum und Gemüse besteht. Wenn dann noch genug Zeit vorhanden ist, spielt sie zusammen mit Eunice und den Nachbarkinder Netzball, bevor es dann Zeit wird, zu Bett zu gehen.

An den Wochenenden sammeln die Mädchen des Dorfes gewöhnlich Brennholz zum Kochen und waschen jeweils die Kleidung der ganzen Familie. Nyasha und Eunice helfen ihrer Tante Sarah und ihrem Onkel William bei der Arbeit im Garten und auf dem Feld. In der Ferienzeit kauft Onkel William ihr ein Busticket, damit sie ihre Mutter besuchen kann.

Allerdings reichen die finanziellen Mittel nicht aus, um das Schulgeld zu bezahlen. Das IH-Patenschafts- und Schulförderprogramm gewährt Nyasha – wie so vielen anderen minderbemittelten Kindern in der Region Chikombedzi – die Möglichkeit des regelmäßigen Schulbesuchs. Der Internationale Hilfsfonds übernimmt regelmäßig die Versorgung der Einrichtung für AIDS-Waisen LIRHANZO mit Schulmaterial, sodaß der Schulunterricht – insbesondere in den Zeiten der zunehmenden Wirtschaftskrise in Zimbabwe – problemlos aufrechterhalten werden kann.

Ihr nächstliegender Wunsch, der bald in Erfüllung gehen wird, ist eine neue Schul-uniform. Sie möchte so bald wie möglich die Schulausbildung erfolgreich abschließen, damit Nyasha dann – ihrem Vorbild Miss Timire folgend – ihrem großen Ziel näher kommen kann, das darin besteht, ebenfalls Lehrerin zu werden.

Am Beispiel Nyashas läßt sich sehr eindrucksvoll darstellen, wie wichtig der regelmäßige Schulbesuch gerade für die sozial benachteiligten Kinder in abgelegenen ruralen Regionen Zimbabwes ist. Die IH-Schulförderung erweist sich für viele Kinder in den armen Dörfern als segensreich. Denn die Großzügigkeit der Pateneltern aus Deutschland gibt den benachteiligten Kindern nicht nur Hoffnung, sondern schafft durch die Schulbildung die Grundlage darfür, reelle Zukunftschancen für die Ärmsten auf dem Lande zu eröffnen.

In großer Dankbarkeit grüßt Ihre

Ezelle Schimper
Projektleiterin des IH-Patenschafts- und
Schulförderungsprojekts der
Region Chikombedzi


Unser Photo zeigt Nyasha, wie sie ihrer Tante Sarah dabei hilft, das Maisfeld zu bestellen.

Ihre IH-Patenschaft:

Kindern im Notstandsgebiet Zimbabwe den Schulbesuch ermöglichen!

Coupon: ‘IH-Patenschaften schaffen Lebenschancen’
(Bitte ausdrucken,ausschneiden und einsenden)

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Telefax: 0032-2-538 89 48
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IH im Internet: www.internation-hilfsfonds.org

Redaktion; K. H. Koch

Die Prüfung der Jahresrechnung des Internationalen Hilfsfonds e.V. durch die KPMG, Köln, erfolgt unter Beachtung des Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftprüfer (IDW) zur Rechnungslegung von Vereinen.

Ich möchte gezielt einem Kind und seinem sozialen Umfeld helfen und übernehme die Patenschaft für ein bedürftiges Kind
in Zimbabwe,
in Indien, auf den Philippinen.

Wie mein monatlicher Beitrag in Höhe von 25,- EURO verwendet wird, erfahre ich aus den ausführlichen Informationsunterlagen, einschließlich Photo und Namen meines Patenkindes.
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