INHALT
Nr. 12 Dezember 2017










IH-Hilfsprojekt LIRHANZO in ZIMBABWE:
Liebevolle Fürsorge für AIDS-Waisen!
Resümee über die erfolgreiche Arbeit des IH im Jahre 2017

Resümee über die erfolgreiche Arbeit des IH im Jahre 2017

Liebe IH-Freunde,

Zimbabwe: LIRHANZO - Die Kinder freuen sich über die neuen Schulmöbel des IH aus Deutschland.
Zimbabwe: Die neuen Schulgebäude bieten den Schülern schöne, lichtdurchflutete Klassenzimmer.
bevor wir Ihnen ein Resümee unserer im Jahre 2017 geleisteten Arbeit unterbreiten, möchte ich Ihnen, werte IH-Gönner, für Ihre Treue danken, mit der Sie auch heuer wieder den Internationalen Hilfsfonds in seinen Initiativen der Fürsorge zugunsten derer, die sich selbst nicht helfen können, loyal zur Seite gestanden sind. Ihr dabei zum Ausdruck kommendes Vertrauen ist uns Verpflichtung und Ansporn zugleich, den Notleidenden in Entwicklungsländern mit der Hingabe zu begegnen, die ihnen leider aufgrund fehlender staatlicher Fürsorge nur allzu oft versagt bleibt.

Wenn es uns in diesem Jahr wiederum – trotz aller unvorhersehbaren Widrigkeiten, denen wir uns ausgesetzt sahen – gelungen ist, konstruktive Projektarbeit sogar in weit abgelegenen Ländern wirkungsvoll umzusetzen, so verdanken wir dies in erster Linie Ihrer großherzigen Unterstützung. Ihre Bereitschaft des Gebens ist insbesondere für die Ausgegrenzten in den ärmsten Ländern, welche dem harten Wettbewerb unserer globalisierten Wirtschaft nicht gewachsen sind, von unschätzbarem Wert. Denn es ist gerade für die dort an den Rand der Gesellschaft Gedrängten sehr ermutigend, in ihrer mißlichen Lage unerwartetes Mitgefühl aus dem Ausland zu erfahren. Das trägt dazu bei, neue Hoffnung zu schöpfen und sie im Glauben zu bestärken, daß es sich lohnt, trotz allen Zweifelns und dem oft damit einhergehenden Verzagen, den fast aussichtslos scheinenden Kampf für eine bessere Zukunft ihrer Familien und insbesondere der Kinder, mit neuem Mut fortzusetzen. Das „Prinzip Hoffnung“ ist für das Gelingen von Projekten der Hilfe zur Selbsthilfe stets von Bedeutung.

EFFIZIENZ FÜHRT ZUM ERFOLG!

Nur konsequent umgesetzte Konzepte der Hilfe zur Selbsthilfe, welche auf bestmögliche Effizienz ausgerichtet sind, führen humanitäre Hilfe zum Erfolg. Da der Verwaltungskosten-Anteil der Hilfsorganisationen gern als Argument für ökonomischen Finanzmitteleinsatz angeführt wird, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, daß die Verwaltungskosten beim IH in diesem Jahr ca. 6 % ausmachen.

Während die privaten Hilfsorganisationen die Verwendung der ihnen anvertrauten Spendenmittel gegenüber ihren Spendern detailliert erläutern, unterwerfen sich die staatliche und internationale Entwicklungshilfe nicht derselben Disziplin. Die Wirksamkeit der realisierten Hilfe sollte jedoch wichtigster Gradmesser nicht nur für die Arbeit gemeinnützig dienender Hilfsorganisationen sein, sondern ebenso als oberstes Gebot für die staatliche Entwicklungshilfe eigener Projekte jeder Geber-Nation gelten, sowie für die von der UNO und der Europäischen Union finanzierten internationalen Hilfsprogramme gleichermaßen.

FLÜCHTLINGSSTRÖME ALS FOLGE EINER VERFEHLTEN ENTWICKLUNGSPOLITK!

Die EU-Institutionen, deren Entwicklungshilfe seit Jahren nachweislich in korruptionsgefährdeten Bahnen abläuft, sehen sich einer Bilanz gegenüber, in der zwar unentwegt auf den steigenden Finanzmitteleinsatz hingewiesen wird, der Jahr für Jahr neue Rekorde aufstellt. Trotz des gewaltigen Aufwands, der betrieben wird, wird die EU-Entwicklungspolitik schon seit geraumer Zeit weder den Erwartungen der Hilfsempfängerländer, noch den eigenen Ansprüchen gerecht.

Zimbabwe: Die Waisenkinder aus dem Lirhanzo-Dorf lernen bereits im frühesten Alter, wie wichtig die Selbstversorgung für ihre Schule ist.
Die unübersehbaren konzeptionellen Defizite in der von der Europäischen Kommission mit exzessivem Geldaufwand in Szene gesetzten Entwicklungshilfe, werden zwar regelmäßig von den zuständigen Gremien des Europaparlaments streng gerügt. Trotz des exorbitanten Kapitaleinsatzes der EU zur Armutsbekämpfung in Afrika, hat sich die Zahl der Armen bekanntlich nicht verringert, sondern ist, ganz im Gegenteil, unaufhaltsam im Steigen begriffen. Nicht abreißende Waffenlieferungen in diesen krisengeschüttelten Kontinent – auch aus Europa! – haben keinesfalls zur Befriedung beigetragen, weil sich die dadurch zunehmenden militärischen Konflikte als gefährliche „Brandbeschleuniger“ auswirken. Darunter leidet die Wirtschaft in Afrika, sodaß sich unzählige Unzufriedene auf den riskanten Irrweg nach Europa begeben, um dort Aufnahme zu finden.

Die aus Deutschland vernommenen Lockrufe ließen den Zustrom afrikanischer Armutszuwanderer – die zumeist gar keinen Anspruch auf Asyl geltend machen können – nach Europa ungehemmt anschwellen, was die vorhandenen Aufnahmekapazitäten überfordert. Hinzu kommen Kriegsflüchtlinge aus dem Irak, Syrien, sowie Afghanistan und besorgen den Mafiabossen – den einzigen wirklichen Profiteuren einer verhängnisvollen Asylpolitik – ein risikoarmes Millionengeschäft. Sie läßt in Europa ohne Rücksicht auf Verluste massenhaft Menschen anstranden, die in dieser Größenordnung ohnehin nicht assimilierbar sind.

SEIT BEGINN DER 90er JAHRE FÖRDERT DER IH SELBSTHILFE-PROJEKTE IN BEREICHEN DER GESUNDHEITSFÜRSORGE, ERROSIONSBEKÄMPFUNG, TRINKWASSERVERSORGUNG UND BEWÄSSERUNG FÜR AGRARFLÄCHEN IN ZIMBABWE!

Am 19.11.2017 erlebte Zimbabwe den vorläufigen Höhepunkt einer an Irritationen reichen Auseinandersetzung um die politische Führung des Landes, die während 37 langer Jahre in den Händen von Präsident Mugabe lag. Das Militär zwang den Machthaber zur Abdankung, was erfreulicherweise unblutig vonstatten ging und setzte Emmerson Mnangagwa als Interims-Präsidenten ein. Die leidgeprüfte Bevölkerung verbindet mit diesem Machtwechsel die berechtigte Hoffnung auf Besserung.

Die Versorgungslage hatte sich in den letzten Jahren in Zimbabwe zusehends verschlechtert. Weite Gebiete des südlichen Afrikas litten unter einer beispiellosen Dürrekatastrophe, die sich besonders in Zimbabwe verheerend auswirkte: Denn die fehlenden Niederschläge haben nicht nur die Ernteerträge über einen längeren Zeitraum fast vollständig vernichtet, sondern darüberhinaus zur Folge, daß das Nutzvieh zu Hunderttausenden elendig zugrunde ging. Millionen von Landbewohnern waren deshalb auf Nahrungsmittelhilfe aus dem Ausland angewiesen.

Daraus erklärt es sich, weshalb die Hilfsgütersendungen des IH aus Deutschland in den letzten Jahren noch mehr an Bedeutung gewonnen haben. Daran dürfte sich in absehbarer Zeit kaum etwas ändern, da der Import von Mangelprodukten aufgrund der fehlenden Devisen stark eingeschränkt ist und die ums politische Überleben ringende Regierung in Harare schon seit geraumer Zeit nicht mehr ihrer Aufgabe gerecht werden konnte, die immer dramatischer werdende Unterversorgung der Bevölkerung zu beheben.

Ein weiteres vom IH entwickeltes Projekt der Hilfe zur Selbsthilfe hat zum Ziel, Schulgärten anzulegen, um auf diese Weise dem Gemüse-Mangel bis zu einem gewissen Grad abzuhelfen. Lehrer und Schüler haben sich gemeinsam dieser Aufgabe gewidmet und mit ihrer Arbeit konstruktiv dazu beigetragen, an einer Reihe von Schulen eigene Gärten entstehen zu lassen. Dieses Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe hat sich aufgrund seiner Nachhaltigkeit, die mit bescheidenem finanziellem Aufwand zu erreichen ist, als nützlich erwiesen und bereits Nachahmer gefunden.

Mit seinen Hilfsgütersendungen aus Deutschland war der IH in der Lage, die in Kooperation mit den Schulen initiierten Selbsthilfeprojekte im Jahre 2017 fortzuführen und zu erweitern. Die Hilfsgüter müssen ein breites Bedarfsspektrum abdecken, zumal aufgrund der bestehenden Krisensituation in Zimbabwe viele Gebrauchs- und Verbrauchsgüter entweder nicht erhältlich oder aber unerschwinglich sind. Zur Verteilung kommen unter anderem einfach zu handhabende Wasserversorgungsanlagen, inklusive Bewässerungsschläuche, bis hin zu Gartengeräten, die für das Anpflanzen von Salat, Gurken, Tomaten, etc. von Nutzen sind. Auf diese Weise können die mittellosen Dorfschulen ihre Gärten aus eigener Kraft effizienter bewirtschaften, und so zur Verbesserung der Selbstversorgung von Schülern und Lehrern beitragen.

Regelmäßig versendet der IH auch Werkzeuge, welche den Schulen die Erhaltung und Instandsetzung ihrer Gebäude und Klassenzimmer erleichtern. Da in Zimbabwe die Schulen generell finanziell stark unnterversorgt sind, müssen viele Instandhaltungsarbeiten in Eigeninitiative durchgeführt werden. Deshalb stellt der IH aus Deutschland eine ganze Reihe hochwertiger Baumaterialien verschiedenster Art, inklusive Lacken und Farben, zur Verfügung, was die Renovierungsarbeiten spürbar erleichtert.

Nur mit geeigneten Projekten der Hilfe zur Selbsthilfe, die schon seit geraumer Zeit feste Bestandteile des IH-Schulförderungsprojekts in der Region Chikombedzi sind, ist der ordnungsgemäße Unterricht aufrecht zu erhalten. Als Priorität gilt dem IH außerdem die kontinuierliche Unterstützung des örtlichen Krankenhauses mit medizinischen Geräten und Verbrauchsartikeln, wie Verbandsmaterial und Einweghandschuhe aus Deutschland, um eine reibungslose medizinische Versorgung zu gewährleisten. Dank dieser hochwertigen Ausstattung können die Ärzte die im Schulförderungsprogramm des IH ebenfalls vorgesehene medizinische Betreuung der Schulkinder vornehmen, zumal die Eltern der vom IH geförderten Kinder die Kosten für medizinische Leistungen ohnehin nicht erbringen können.

Zimbabwe: Benson konnte die Orangenernte sicherstellen, was für die Schulkinder besonders erfreulich ist! Zimbabwe: In den Schulgärten kann Biologie praxisch erfahren werden!
Unser Photo zeigt IH-Projektleiterin, Frau Ezelle Schimper, mit dem Rektor des Alpha-Mpapa- Gymnasiums, Herrn Mutero.
Die Guava-Früchte dienen nicht nur der Eigenversorgung, sondern können auch zum Nebenverdienst der armen Bauern beitragen.

LIRHANZO BIETET AIDS-WAISEN FÜRSORGE!


Das IH-Hilfsprojekt für AIDS-Waisen, LIRHANZO (in deutscher Übersetzung: „Hoffnung“) besteht bereits seit mehr als 10 Jahren! Der Internationale Hilfsfonds hat die Erweiterung dieses arbeitsintensiven Projekts kontinuierlich vorangetrieben und trägt somit beispielhaft zur Stärkung des einzigen Sozialfürsorgeprojekts für AIDS-Waisen in der gesamten Region bei. Die steigende Zahl von AIDS-Waisen in Zimbabwe verlangt allerdings unsere stetige Zuwendung aus Deutschland, um auch im Jahr 2018 den wachsenden Ansprüchen gerecht zu werden. Allein wegen der Zunahme von AIDS-Waisen muß die Vorsorge am Bedarf ausgerichtet werden. Da die Zahl der elternlosen Kinder bereits vor Jahren stark angestiegen war, lag schon im Jahre 2010 der Entschluß nahe, eine eigene Schule in dieses Projekt zu integrieren.

In diesem Zusammenhang ist auf die September-Ausgabe 2017 der IH-Nachrichten hinzuweisen, in der über die Erweiterung der Schulgebäude der LIRHANZO-Schule ausführlich berichtet wurde. Es sei lediglich daran erinnert, daß durch die zusätzlich geschaffenen Klassenzimmer die räumliche Ausbildungskapazität erhöht wurde, um so der steigenden Zahl von Schülern gerecht zu werden. Außerdem hat es der IH vermocht, vorausschauend eine Reihe von Klassenzimmern – darunter sogar ein Klassenzimmer für Kinder im Vorschulalter! – mit Schulmöbeln, Schultafeln, sowie Lehr- und Lernmaterial aus Deutschland für die Lehrer und Schüler einzurichten. Gleiches gilt für die Schlafstätten und die Aufenthaltsräume. Hervorhebenswert ist dabei die bedarfsgerechte und zeitnahe Leistung, die der Internationale Hilfsfonds in der Krisenregion Chikombedzi erbracht hat. Zur Effizienz der Hilfe gehört nämlich, daß rechtzeitig agiert wird und nicht, wie man dies leider seit Jahren von internationalen Organisationen gewohnt ist, viel zu spät reagiert!

Welche Bedeutung diesem Projekt beigemessen wird, geht nicht zuletzt daraus hervor, daß es sogar von offizieller Seite (Ministerien für Soziales, sowie Bildung) als ein Modell mit Vorbild-Charakter für die gelungene Betreuung von AIDSWaisen in Zimbabwe gelobt wird.

CHANCEN ZUR SCHULBILDUNG FüR DIE KINDER AUS DEN SLUMS!

In enger Kooperation mit seiner Partner-NRO Haligi NG Bata leistet der IH einen wertvollen Beitrag dazu, Kindern aus den Slums der philippinischen Hauptstadt Manila den Schulbesuch zu ermöglichen. Dieses Projekt hat zum Ziel, diesen wahrlich Ärmsten der Armen außer der Schulbildung eine regelmäßige medizinische Grundversorgung in Form von „Gesundheits- Kontrollen“, inklusive einer Dental-Fürsorge, zu bieten. Neben der schulischen Ausbildung für Kinder der sozial Schwächsten, denen ohne die Unterstützung aus Deutschland der Schulbesuch verwehrt bliebe, möchte unser Förderprojekt dazu beitragen, die Verdienstmöglichkeiten der unterbemittelten Eltern zu verbessern. So werden in einer Palette von Ausbildungskursen seitens Haligi NG Bata u.a. handwerkliche Fertigkeiten vermittelt, mit denen ein nützlicher Zusatzverdienst realisierbar wird. Da die Frauen zumeist durch den Verkauf von Waren des täglichen Bedarfs das kärgliche Familieneinkommen zu verbessern suchen, werden hierfür ebenfalls praxisorientierte, gut umsetzbare Maßnahmen durchgeführt.

Zimbabwe: Ausreichende Bewässerung ist eine wichtige Voraussetzung für gute Ernteerträge. Philippinen: Dieses Photo dokumentiert die harte Realität des Alltags der Kinder aus den Slums Manilas.
Indien: In der Amar-Jyoti-Schule wurde die Integration von behinderten Schulkindern in den täglichen Schulbetrieb erfolgreich vollzogen! Philippinen: Nur der regelmäßige Schulbesuch bietet einen Ausweg aus der Slum-Misere!
Philippinen: Die Kinder haben soeben Multivitamin-Präparate erhalten, was für freudige Aufregung sorgt.
Philippinen: Im ersten Schuljahr sind für Eliah sind Lesen und Schreiben jeden Tag ein spannendes Erlebnis.
Philippinen: Die IH-Patenkinder erhalten regelmäßig medizinische Betreuung, zu der auch die Zahnkontrolle gehört.
INDIEN: INTEGRATION BEHINDERTER KINDER IM SCHULBESUCH MIT NICHTBEHINDERTEN!

In Indien versucht der IH mit einem Patenschaftsprojekt, die nach wie vor zu beobachtende Ausgrenzung von körperlich und geistig behinderten Kindern durch eine täglich gelebte Integration zu überwinden. Dies wird am ehesten erreicht durch deren gemeinsamen Schulbesuch, zusammen mit nichtbehinderten Kindern. Außerdem wird, wie Ihnen bekannt ist, behinderten Kindern regelmäßige gesundheitliche Versorgung in den Rehabilitationszentren zuteil. Die Amar-Jyoti-Schulen unter der Leitung von Frau Dr. Uma Tuli bieten den körperlich und geistig behinderten Kindern auf diese Weise eine vorbildliche Betreuung, was auch dieses Projekt unterstützens- und nachahmenswert macht.

DER IH SETZT SICH FÜR KLEINSTAATEN IM PAZIFIK EIN, DEREN EXISTENZ DURCH DEN KLIMAWANDEL GEFÄHRDET IST!

Der Internationale Hilfsfonds e.V. ist eine der wenigen Hilfsorganisationen in der EU, die sich für die Gruppierung der „low-lying islands“ (niedrigliegende Korallen-Inseln, die sich bis maximal 4 Meter über den Meeresspiegel erheben) im Pazifik einsetzt und sich bemüht, Projekte der humanitären Hilfe in diesen oftmals vergessenen Inselstaaten umzusetzen.

Der Internationale Hilfsfonds, der schon seit geraumer Zeit als einzige NRO Hilfsgütertransporte aus Europa in die fernliegenden Inselstaaten des Süd- und Zentral-Pazifik – so z.B. den Solomon- Inseln, Nauru und Tuvalu – durchgeführt hat, ist bestrebt, diese Form der Hilfe fortzusetzen. Darüberhinaus engagiert sich der Vorsitzende des IH für die Kleinststaaten Tuvalu, Nauru und Kiribati, um sie in ihren Anliegen bei den EU- Institutionen zu unterstützen, zumal sie in Europa über keinerlei Lobby verfügen. Hinzu kommt, daß diese verarmten Inseln aufgrund des Klimawandels einem noch bedrohlicher ansteigenden Meeresspiegels schutzlos ausgesetzt sind. Der stetig voranschreitende Verlust ganzer Küstenstreifen durch das mächtig anbrandende Meer wirkt sich von Jahr zu Jahr existenzgefährdender aus.

Der Internationale Hilfsfonds war dank Ihrer selbstlosen Unterstützung, werte IH-Gönner, auch im Jahre 2017 in der Lage, zahlreichen Notleidenden im außereuropäischen Ausland Hilfe zukommen zu lassen. In der Januar-Ausgabe 2018 der IH-Nachrichten werden wir über die Hilfsmaßnahmen im Rahmen der Armen- und Nothilfe des IH für Nachfolgestaaten der UdSSR und Osteuropa des Jahres 2017 berichten, die der IH schon seit 1990 leistet und sich inzwischen auf über 49,1 Mio. Euro beziffert, bei einem Volumen von 8237 Tonnen (Stand November 2017).

Nur aufgrund Ihrer kontinuierlichen Unterstützung konnte dieses außergewöhnliche Ergebnis erzielt werden, und ich darf mich deshalb auch im Namen des Vorstands des IH für Ihre Treue und Verbundenheit, die Sie unserem Hilfswerk erwiesen haben, nochmals sehr herzlich bedanken.

Mit diesem Dank verbinde ich meine besten Wünsche für ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr.

Ihr

Prof. Dr. Karl Koch
Vorsitzender Internationaler
Hilfsfonds e.V.


Kiribati: Diese Aufnahme macht die Verwundbarkeit der Korallenküsten durch die gefährliche Nähe des Meeres deutlich.
Inselstaaten im Süd-Pazifik: Der schöne Schein der romantisch anmutenden Blautöne kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß der steigende Meeresspiegel unaufhaltsam die am niedrigsten liegenden Atolle schluckt! Der aus dem Meer ragende Baum wirkt wie ein deprimierendes Fanal, das auf die existenzgefährdenden Auswirkungen des Klimawandels in Kiribati hinweist.