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Nr. 6 Juni 2016


PHILIPPINEN:
Den Kindern aus den Slums Manilas eine Chance geben!
PHILIPPINEN
Positives Resümee über die IH-Hilfe für die Ärmsten in Manila



Letitia L. Magaan berichtet aus den Philippinen:
Positives Resümee über die IH-Hilfe für die Ärmsten in Manila

Der erst vor kurzem neu zum Präsidenten gewählte Rodrigo Duterte bringt frischen Wind in das politische Geschehen der Philippinen. Er hat schon im Wahlkampf durch seine unkonventionellen Meinungsäußerungen für Furore gesorgt und keinen Zweifel daran gelassen, daß er gedenkt, seine Aussagen wahr zu machen. Als seine vorrangige Aufgabe bezeichnet er die Bekämpfung der Kriminalität, die unter seinen Amtsvorgängern erschreckende Ausmaße angenommen hat und der er mit der Wiedereinführung der Todesstrafe wirkungsvoll begegnen will. Mit diesen Ankündigungen erhält er zwar keinen überschwenglichen Applaus aus Europa, hat dafür jedoch zweifelsohne die Sympathien der eigenen Bevölkerungsmehrheit auf seiner Seite.

Aber auch außenpolitisch sorgt der neue Präsident für Aufsehen, indem er von dem bisherigen Konfrontationskurs der Philippinen gegen China Abstand nimmt, der von einer Allianz der Vorgänger-Regierung mit den USA bestimmt war und schließlich zu einer Klage beim Internationalen Gerichtshof zu Den Haag führte. Von dieser Strategie rückt Präsident Duterte ab und bevorzugt stattdessen einen außergerichtlichen Weg, und zwar den des direkten Dialogs mit dem mächtigen Nachbarn China, der sich insofern vielversprechend ausnimmt, als er vorschlagen will, die Bodenschätze der umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer gemeinsam auszubeuten.

Seine ersten Amtshandlungen nehmen sich somit recht vielversprechend aus, und es bleibt zu hoffen, daß sich unter der Präsidentschaft Dutertes nicht nur die innenpolitische Lage verbessert, sondern auch die außenpolitischen Beziehungen zum Vorteil des Landes und seiner unter großer Armut leidenden Bevölkerung gedeihen.


Vom IH geförderte Schulkinder erhalten regelmäßig ihre „health-kits“, die zusammen mit Multi-Vitaminen zur Verteilung kommen.

Die Schulkinder können sich mit ihren Eltern Medikamente und Multivitamine bei den lokalen Hilfsstationen abholen.
ERFOLGREICHE PATENSCHAFTSHILFE

Das Jahr 2015 reiht sich nahtlos in die erfolgreich gestaltete humanitäre Hilfe der Vorjahre ein: Das IH-Patenschaftsprojekt umfaßt nach wie vor die Bezirke Metro Manila, Balacan Rodrigue, sowie Rizal und schließt insgesamt 512 Kinder, die mit ihren Familien Unterstützung erfahren. Insgesamt kamen dabei 17 Projekte zur Durchführung, die sich auf die Gebiete Bildung, Gesundheitsfürsorge, sowie Ausbildungsmaßnahmen der Eltern der Patenkinder konzentrieren und auf das Ziel ausgerichtet sind, das Familieneinkommen finanziell zu verbessern.

HILFE FÜR DIE IH-PATENKINDER

Im Zusammenwirken der in Manila ansässigen Partnerorganisation des Internationalen Hilfsfonds, Haligi ng Bata (HBI) erfolgte, wie in jedem Jahr, die Verteilung der Schulmittel einschließlich Schulheften, Schreibpapier, Schreibsachen und Malfarben. Diese Lernmaterialien haben nicht nur einen praktischen Nutzen, sondern vermitteln einen zusätzlichen Symbolwert, weil sie die Eltern ständig daran Fürsorgebeerinnern und dazu anregen, ihre Kinder täglich zur Schule zu schicken. Dies ist in den Slums Manilas bekanntlich keine Selbstverständlichkeit.

Die vom IH geförderten Kinder können darüberhinaus Einrichtungen besuchen, die eigens von HBI geschaffen wurden. In diesen „HBI Jugend-Zentren“ können die ärmsten Schulkinder ihre Fähigkeiten des Computergebrauchs verbessern, zumal viele der benachteiligten Slumbewohner nicht über einen eigenen Computer verfügen. Auf diese Weise erschließt sich für sie gleichzeitig der Zugang zum Internet.

Die vom IH in Kooperation mit dem HBI geförderten Kinder gelangen aber nicht nur in den Genuß eines regelmäßigen Schulbesuchs und erhalten die dafür notwendigen Materialien. Denn HBI kümmert sich bekanntlich gleichermaßen um eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge und Ernährung der IH-Patenkinder.

Die IH-Patenkinder kommen stets in den Genuß medizinische Betreuung, zu der auch die Zahnkontrolle gehört.
Die Kinder freuen sich über das gerade erhaltene Schulmaterial!
Da fast alle Familien der vom IH unterstützen Kinder nicht über Ersparnisse verfügen und von der Hand in den Mund leben, könnten sie sich eigentlich keine medizinische Betreuung leisten. Deshalb ist es für die Ärmsten der Armen aus den Slums Manilas sehr wichtig, die im Rahmen des Kinder-Patenschaftsprojekts eingerichteten lokalen medizinischen Hilfsstationen aufzusuchen, wo sie im Bedarfsfall auch die für sie erforderlichen Medikamente erhalten können. Ausserdem werden – was mittel- und langfristig von Belang ist – Programme der beruflichen Ausbildung für die Eltern der IH-Patenkinder angeboten, die darauf abzielen, die finanzielle Versorgung der Familien in den Slums zu verbessern.

Positiv wirkt sich außerdem aus, daß die HBI-Mitarbeiter durch ihre kontinuierliche Kooperation mit den städtischen Behörden, dem Schulmanagement und den Stellen für Berufsausbildung dafür Sorge tragen, daß die am Rande der Gesellschaft Darbenden nicht in Vergessenheit geraten, sondern dennoch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Dieser Fürsprache seitens der HBI-Sozialarbeiter bedarf es nicht zuletzt deshalb, weil die Ärmsten Manilas nicht über eine für sie wünschenswerte einflußreiche Lobby bei den für sie zuständigen Behörden verfügen.

Dank dieser Bemühungen der HBI gelang es, die Unterstützung einer lokalen Bank für 3-Tage-Ausbildungskurse im Dienstleistungsbereich, wie Haareschneiden, der Maniküre und der Pediküre, für 25 Frauen und Schulabgängerinnen im Rahmen des IH-Patenschaftsprojekts zu gewinnen. Mit solchen praxisorientierten Kursen ist es möglich, talentierten Interessenten den Einstieg ins Berufsleben zu ebnen. Der Einzugsbereich umfaßte dabei die Bezirke Gulod, Novaliches, sowie Metro-Manila. Mit der Hilfestellung der Bank wurden die Erfolgreichsten der Kurse mit dem notwendigen Gerät ausgestattet, das sie zur Ausübung ihrer jeweiligen Tätigkeit benötigen. Der erste Schritt in eine selbstständige Tätigkeit wurde über ein von der Bank aufgelegtes Sonderspar-Programm finanziert.

Erwähnenswert erscheint eine weitere Initiative, welche auf die Ausbildung von Führungskräften im sozialen Fürsorgebereich ausgerichtet ist. Auf diesem Wege ist die Selektion der geeigneten Kandidaten praktizierbar. Und nur so kann HBI den Kreis geeigneter Mitarbeiter erweitern. Denn es gilt, verantwortungsbewußte Jugendliche für den Sozialbereich zu suchen, die für Führungsaufgaben geeignet und bereit sind. Freiwillige Helfer verstärken mit ihrem Engagement das Fürsorgenetz, welches es HBI erlaubt, das IH-Patenschaftsprojekt problemgezielt und praxisnah umzusetzen.

DIE SCHULFÖRDERUNG VERLÄUFT ÜBER ERWARTEN GUT!

Die IH-Schulförderung kam im Berichtsjahr 2015 insgesamt 512 Kindern zugute. Sie umfaßt die Altersgruppen 5-18 Jahre, da das Projekt vom Kindergarten bis zum Gymnasium reicht. Lediglich 18 Kinder fielen aus dem Schulförderungsprogramm, was einen Prozentsatz von 3,5 ausmacht. Diese Kinder waren trotz aller Interventionen der HBI-Sozialarbeiter nicht zum Weiterlernen zu motivieren, was auf die Verweigerungshaltung der Eltern zurückzuführen ist. Die Fehlzeiten der IH-betreuten Schüler sind als sehr niedrig anzusehen, zumal sie gerade zwischen einem und vier Tagen lagen. Dies wiederum darf als Indiz für eine hohe Eigenmotivation und eine bewußte Hinwendung zum Lernen gedeutet werden.

GUTE SCHULISCHE LEISTUNGEN!

Zum Dezember 2015 hatten lediglich 12 der 512 aus Deutschland geförderten Kinder das Schuljahr 2015/16 zu wiederholen, was einer 2%-Rate entspricht. 96,5 % der geförderten Kinder nahmen im Schuljahr 2015/2016 regelmäßig am Unterricht teil, wobei die vom IH unterstützten Schulabgänger allesamt – also 100% – den Schulabschluß erreichten. Aus diesen Ergebnissen geht hervor, daß die Betreuung der IH-Patenkinder durch die HBI-Sozialarbeiter als hervorragend zu bezeichnen ist.

Um die Verlausung, die in den Schulen Manilas grassiert, besser unter Kontrolle zu halten, werden eigens Spezial-Shampoos an die Kinder verteilt.
Die vom IH unterstützten Kinder erhalten regelmäßig Schul- und Lernmittel….
…sowie die unverzichtbaren Hygieneartikel.
Bei der Einschulung freuen sich die Jüngsten über ihre Erstausstattung, die sie für den Schulbesuch benötigen. Dazu gehören neben dem üblichen Schulmaterial auch Schulranzen.
REGELMÄSSIGE MEDIZINISCHE UNTERSUCH- UNGEN

Haligi NG Bata trägt dafür Sorge, daß die am IH-Patenschaftsprojekt teilnehmenden Kinder mit ihren Familienangehörigen regelmäßig medizinisch untersucht werden, was üblicherweise eine zahnärztliche Kontrolle mit einschließt. Allein im Bezirk Montalban profitieren hiervon 122 Familien. Die Verteilung der „health-kits“ an die Slum-Kinder sorgt dafür, daß die Grundhygiene in den Slumvierteln verbessert wird. Durch intensive Aufklärungsarbeit der HBI-Sozialarbeiter kann auch in den Slums präventive Maßnahmen zur Abwehr von Epidemien eingeleitet und damit der Verbreitung von Ansteckungskrankheiten entgegen- gewirkt werden. In letzter Zeit hat in Manila der Befall mit Läusen unter den Schulkindern stark zugenommen, sodaß bei den während des Jahres durchgeführten Gesundheitskontrollen hierauf be- sonderes Augenmerk gelegt wird. Um nachhaltigen Schutz zu gewährleisten, kamen deshalb extra Anti-Läuse-Shampoos an die Kinder zur Verteilung.

DIE IH-PATENSCHAFT LEISTET EINEN WICH- TIGEN BEITRAG!

Im Rahmen des IH-Patenschaftsprogramms tragen die von HBI in Manila langfristig angelegten Programme zur Schulförderung, Gesundheitsfü- rsorge, sowie Berufsausbildung bei. Hinzu kommen Trainingskurse zur Erlangung von mehr Effizienz in der täglichen Hauswirtschaft, wie z.B. Kochen, Nähen, bis hin zur Verbesserung der Hygiene im Alltag, was – und dies erachten wir gerade für die Ärmsten für belangreich – zu einer spürbaren Verbesserung des Lebensstandards führt.

EIN POSITIVES RESÜMEE!

Für das Schulförderungsprogramm können wir hinsichtlich des Schuljahres 2015 ein positives Resümee ziehen, sowohl, was die erstaunlich stabil gebliebene Zahl der Kinder aus den ärmsten sozialen Verhältnissen Manilas anbelangt, die ihre Chance eines regelmäßigen Schulbesuchs mit Eifer nutzen. Dies ist keine Selbstverständlichkeit für Familien, die sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt sehen. Unter den daraus resultierenden widrigen Umständen ist es anerkennenswert, mit welcher Energie sie sich gegen diese Armut stemmen.

Wenn sie trotz aller Widrigkeiten dennoch soviel Einsicht und Liebe für ihre Kinder aufbringen, um das IH-Patenschaftsprojekt als einmalige Chance zu einer guten Schulbildung zu nutzen, dann ist dies höchst lobenswert. Denn nur auf diesem Wege ist ein Ausweg aus der erdrückenden Armut zu finden.

Im Namen all derer, die am IH-Patenschaftsprojekt in Manila teilnehmenden Familien und ihrer Kinder, möchte ich den Spendern des Internationalen Hilfsfonds für Ihre Großzügigkeit danken, mit der sie aus dem fernen Deutschland den Ärmsten aus den Slums Manilas ihre Zuneigung schenken.

Mit herzlichstem Dank,

Ihre
Letitia L. Magaan
Leiterin des IH-Patenschaftsprojekts
in Kooperation mit Haligi NG Bata (HBI)


Ihre IH-Patenschaft:

Slum-Kindern in Manila eine Zukunftsperspektive geben!

Coupon: ‘IH-Patenschaften schaffen Lebenschancen’
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Redaktion; K. H. Koch

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Ich möchte gezielt einem Kind und seinem sozialen Umfeld helfen und übernehme die Patenschaft für ein bedürftiges Kind
in Zimbabwe,
in Indien, auf den Philippinen.

Wie mein monatlicher Beitrag in Höhe von 25,- EURO verwendet wird, erfahre ich aus den ausführlichen Informationsunterlagen, einschließlich Photo und Namen meines Patenkindes.
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